Lötverfahren
Beim Löten ist es erforderlich, die zu lötenden Teile auf eine vom jeweiligen Lot abhängige Temperatur zu bringen. Für die Realisierung einer bestimmten Lötaufgabe müssen folgende Kriterien bei der Auswahl des Lötverfahrens bzw. der Erwärmungsmethode berücksichtigt werden:
- die zu lötenden Grundwerkstoffe,
- das ausgewählte Lot (u. a. abhängig von auftretenden mechanischen, thermischen und chemischen / korrosiven Beanspruchungen auf die Lötstelle im Betrieb),
- die geometrischen Gestaltungsmerkmale (Konstruktion und Abmessungen der Lötteile) und die Masse des Werkstücks,
- die Art der Aktivierung der Werkstoffoberflächen (Oxidbeseitigung),
- die Wirtschaftlichkeit (Stückzahl der zu lötenden Teile, Kosten und Zeitbedarf für den Lötprozesses, Verfügbarkeit bestimmter Lötausrüstungen).
Das Vakuumlöten im Ofen erlangt dabei als modernes und innovatives Fertigungsverfahren mit seinen Vorteilen sowohl in hoch spezialisierten Industriezwiegen wie der Luft- und Raumfahrttechnik, dem Turbinenbau, der Kern- und Reaktortechnik als auch konventionellen Industriebereichen eine ständig wachsende Bedeutung.
Zur Verfügung stehende Lötverfahren:
- Vakuum- und Schutzgasofenlöten (auch gekoppelt mit anschließender Wärmenachbehandlung),
- Flammlöten,
- MF- und HF-Induktionslöten,
- Laserstrahllöten.
Für die Bearbeitung kundenspezifischer Lötanfragen und -aufträge steht ein löttechnisches Laboratorium u. a. mit Fein- und Hochvakuumöfen sowie Schutzgasöfen zur Verfügung.
Auswahl von vorhandenen Ofenanlagen:
- wolframbeheizter Hochvakuumofen; Nutzraum: Ø 340 x 500; max. Arbeitstemperatur:1200°C,
- grafitbeheizter Feinvakuumofen; Nutzraum: 500 x 500 x 800; max. Arbeitstemperatur: 1200°C,
- Schutzgasofen; Nutzraum: 340 x 340 x 500; max. Arbeittemperatur: 650°C.


